Textilmuseum

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Textilkennzeichnungsgesetz

Justiz HammerWie in jeder Branche gibt es auch im Textilbereich einen gesetzlichen Rahmen, der einige Dinge regelt um zum Einen Verbraucher zu schützen und ein gewisses Maß an Informationsbedarf zu decken.

So sind für Händler von Textilwaren zum Beispiel die Richtlinien des Textilkennzeichnungsgesetztes (TextilKennzG) zu beachten, welches bereits 1969 vom heutigen Bundesministerium für Justiz erlasen wurde. Die gesetzlichen Bestimmungen über mittlerweile 16 Paragraphen fordern, dass jedes Textil, welches in hergestellt oder in den Umlauf gebracht wird, so gekennzeichnet wird, dass die Rohstoffe, aus denen sie hergestellt wurden klar zu erkennen sind.

Mit diesem gesetzlichen Rahmen ist es möglich zum Einen den Verbraucher zu informieren und in derart zu schützen, als das nicht gekennzeichnete Produkte als wettbewerbswidrig eingestuft werden kann. Für den Endverbraucher ist es nur so möglich Rückschlüsse auf die Qualität und den Tragekomfort zu ziehen. Das Gesetz bestimmt genau was gekennzeichnet werden muss. Hierunter fallen zum Beispiel Textilerzeugnisse, welche mindestens zu einem Teil von 80 Prozent aus Textilfasern bestehen.

Es ist klar, dass hierunter in den meisten Fällen Kleidung fällt, aber auch Decken, Matratzen, Laken und ähnliche Haushaltswaren. Dabei ist darauf zu achten, dass nicht nur der verkaufende Händler die Umsetzung des Textilkennzeichnungsgesetzes beachtet, sondern eben auch schon der Hersteller selbst. Grundsätzlich umfasst das 16 Paragraphen starke Gesetz folgende Inhaltspunkte:

  • Welche Materialien dürfen als Textilien bezeichnet werden?
  • Wie darf ein Textil gelagert werden
  • Wie darf es ordnungsgemäß transportiert werden
  • Wie ist die Kennzeichnung vorzunehmen
  • Welche genaue Zusammensetzung wie zu deklarieren ist

Das TextilKennzG ist ein wichtiger Entwicklungsschritt in der Geschichte der Textilien und kennzeichnet einen bedeutenden Fortschritt als ein Mehr an Bürokratie. Durch die Einführung der EU wurde das Gesetzt noch leicht an die europäischen Anforderungen angepasst und geändert. Es besteht nun zusätzlich eine EU-Verordnung.