Der Verein
Um das textilgeschichtliche Erbe Aachens zu bewahren, haben ehemalige Textilunternehmer, Mitarbeiter der Textilindustrie, Lehrer, Historiker und Museumsfachleute 2003 den ‚Verein zur Pflege der Aachener Textilindustrie-Geschichte e. V.’ gegründet.
Im Jahre 2006 hat sich der Verein aus mehreren Gründen den neuen Namen “TUCHWERK-AACHEN e.V” gegeben: Da aus dem Verein die Initiatoren für ein zweites Museum zur Textilgeschichte der Region tätig wurden, das z.Zt. in der Planung ist (siehe: Tuchwerk-Aachen) , in dem unter dem Label Tuchwerk auch Textil-Kunsthandwerker produzieren sollen, wurde der alte Namen zu ‘unhandlich’.
Der Verein hat in den letzten Jahren eine umfangreiche Sammlung zur Textilgeschichte der Region zusammengetragen. Herzstück dieser Sammlung sind zahlreiche Textilmaschinen, darunter ein Selfaktor, Krempelmaschinen und Reißwölfe für eine Spinnereiausstellung, außerdem Spul- und Kettschärmaschinen sowie Hand- bzw. mechanische Webstühle für eine Webereiausstellung. Der Grundstock einer Ausstellung zu Appretur und Färberei ist ebenfalls gelegt. Die älteste Maschine ist ein Krempel aus der Werkstatt der Familie Cockerill in Verviers, aus der Zeit um 1810.
Neben den großen Maschinen konnten vor allem Nachlässe Aachener Firmen gesichert werden, darunter Akten, Kontobücher, Korrespondenz, Photographien und historische Fachliteratur, deren Auswertung es ermöglicht, die wirtschaftliche Entwicklung etlicher regionaler Textil- und Zuliefererbetriebe ausführlich nachzuvollziehen und darzustellen.
Darüber hinaus verfügt der Verein über eine ausgezeichnete Sammlung an Musterbüchern, Produktproben und Schaukästen. Diese Exponate repräsentieren die Produkte der Textilindustrie in ihrer ganzen Vielfalt.
Abbau, Transport, Restaurierung und Aufbau der Textilmaschinen, diese Arbeiten werden von ehrenamtliche Helfern, ehemaligen Textilfacharbeitern und Textilingenieuren, die ihr Fachwissen und ihre langjährige handwerklich-technische Erfahrung in das Projekt mit einbringen, durchgeführt.
Um auch junge Menschen an das Thema heranzuführen, engagierte sich der Verein mehrfach im Kontext des Schulprojekts „denkmal-aktiv der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Schülergruppen zweier Aachener Gymnasien waren eingebunden in Aufbau und Restaurierung historischer Textilmaschinen sowie bei der Erarbeitung kleinerer Ausstellungen.
Anke Asfur/ Herbert Schauer
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PRESSEMELDUNG
Industrial Heritage 2011 / Industrielles Erbe 2011
5. Europäisches Wochenende zum Erhalt des industriellen und technischen Erbes
an dem sich Freiwillige und Vereine aus verschiedenen Ländern treffen werden
Tilburg (die Niederlande): vom 14. bis 16.10.2011
E-FAITH, die European Federation of Associations of Industrial and Technical Heritage (der europäische Verband der Vereine zum Erhalt des industriellen und technischen Erbes) ist Ist die Europäische Plattform für Zusammenarbeit und Austausch, wo Freiwillige und Vereine sich treffen, von einander lernen und einander unterstützen können.
In allen Ländern Europas gründen sich die Erforschung, der Erhalt und die Erschließung vom industriellen und technischen Erbe hauptsächlich auf den Einsatz unzähliger Freiwilliger und nichtstaatlicher Organisationen.
Ohne ihr Engagement wären viele industriearchäologisch bedeutsame Denkmäler, Gegenstände und Dokumente, Zeugen von der Geburt und vom Wachstum der Industriegesellschaft für immer verloren gegangen.
Ihr uneigennütziges und unentgeltliches Engagement wird jedoch von Behörden und Instituten noch manchmal unterbewertet.
Nach einem drittes erfolgreichen Treffens in Beringen (B), Kortrijk (B), Barcelona (E) und Calais (F), mit Teilnehmern aus 12 verschiedenen Ländern, organisiert E-FAITH, am Wohnende des 14. bis 16. Oktober 2011 ein 5. Europäisches Wochenende zum Erhalt des industriellen und technischen Erbes, an dem Freiwillige und Vereine aus verschiedenen europäischen Ländern neue internationale Kontakte knüpfen können.
Es wird abermals ein offenes Treffen, an dem Gruppen und Personen ihre Ideen, Arbeiten und Projekte präsentieren und vergleichen können. Sie können auch herausfinden wo es neue Möglichkeiten zum Zusammenarbeiten gibt. Das geschieht mittels Prospekte, Informationsstände, kleiner Austellungen, oder kurzer Vorlesungen oder Präsentationen.
Die Hauptthemen der Sitzung sind:
- das Europäisches Jahr des Industriellen und Technischen Erbes
- Europäische grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Vereine zum Erhalt des Industriellen und Technischen Erbes
- Partnerschafte zwischen Vereine
- Austausch von Erfahrungen
- Möglichkeiten und Ideen für gemeinsamen europäischen Projekte
Während des Treffens werden Führungen organisiert an der berühmten Audax Textil Museum, die ehemalige Eisenbahn-Reparaturwerkstätten , der Pius Innenhafen, usw.
weitere informationen und anmeldung unter
http://www.e-faith.org
e-mail: 2011@e-faith.org
- fax +32.56.255173